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Valproinsäure: Ein Überblick


Steckbrief

  • Molekulare Masse: 144.21 g·mol1
  • Mittlere Halbwertszeit: ca. 1216 Stunden
  • Q0Wert: 0.5
  • Wirkstoff: Valproinsäure

Anwendung von Valproinsäure

Valproinsäure wird zur Behandlung von Epilepsie, bipolaren Störungen und Migräne eingesetzt. Es kann auch bei anderen neurologischen Erkrankungen wie Schizophrenie oder neuropathischen Schmerzen verschrieben werden.

Anwendungsart von Valproinsäure

Valproinsäure ist in Form von Tabletten, Kapseln, Sirup und Injektionen erhältlich. Die Anwendungsform hängt von der Art der Erkrankung und den Bedürfnissen des Patienten ab. Die Einnahme erfolgt in der Regel mit oder ohne Nahrung.

Wirkmechanismus von Valproinsäure

Valproinsäure wirkt, indem sie die Freisetzung bestimmter Neurotransmitter im Gehirn beeinflusst. Sie erhöht den Spiegel von Gamma-Aminobuttersäure (GABA), einem hemmenden Neurotransmitter, der die Erregbarkeit von Nervenzellen reduziert.

Dosierung von Valproinsäure

Die Dosierung von Valproinsäure variiert je nach Erkrankung und individuellem Ansprechen. Die Anfangsdosis beträgt in der Regel 500 mg bis 1000 mg pro Tag, die langsam gesteigert wird, um die optimale Wirkung zu erzielen. Die maximale Tagesdosis liegt bei etwa 3000 mg.

Pharmakokinetik von Valproinsäure

Nach der Einnahme wird Valproinsäure schnell absorbiert und erreicht innerhalb von 2 Stunden nach der Einnahme seinen Höchstspiegel im Blut. Die Halbwertszeit beträgt durchschnittlich 12-16 Stunden und kann je nach individuellem Stoffwechsel variieren.

Nebenwirkungen von Valproinsäure

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Valproinsäure gehören Übelkeit, Erbrechen, Gewichtszunahme, Müdigkeit, Tremor und Leberfunktionsstörungen. In seltenen Fällen können schwerwiegendere Nebenwirkungen wie Leberentzündung oder Blutbildveränderungen auftreten.

Abhängigkeitspotenzial von Valproinsäure

Valproinsäure hat kein bekanntes Abhängigkeitspotenzial und wird in der Regel gut vertragen. Dennoch ist eine regelmäßige ärztliche Kontrolle wichtig, um mögliche unerwünschte Effekte zu erkennen und zu behandeln.

Hinweise bei der Verwendung von Valproinsäure

Valproinsäure sollte nicht bei Schwangeren oder Frauen im gebärfähigen Alter angewendet werden, da es das Risiko von angeborenen Fehlbildungen erhöhen kann. Es ist wichtig, regelmäßige Blutuntersuchungen zur Überwachung der Leberfunktion durchzuführen.

Risiken bei der Verwendung von Valproinsäure

Trotz seiner Wirksamkeit birgt Valproinsäure das Risiko von schwerwiegenden Nebenwirkungen, insbesondere bei längerer Anwendung oder höheren Dosierungen. Eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung ist daher unerlässlich.

Alternativen zu Valproinsäure

Für die Behandlung von neurologischen Erkrankungen gibt es verschiedene Alternativen zu Valproinsäure, darunter andere Antiepileptika, Antipsychotika oder Stimmungsstabilisatoren. Die Wahl des Medikaments hängt von der individuellen Diagnose und dem Therapieziel ab.


Häufig gestellte Fragen

Wie schnell tritt die Wirkung von Valproinsäure ein?

Die Wirkung von Valproinsäure ist individuell unterschiedlich, aber in der Regel setzt sie innerhalb von 1-2 Stunden nach der Einnahme ein und erreicht innerhalb von 3-4 Wochen ihre volle Wirksamkeit.

Sollte Valproinsäure mit oder ohne Nahrung eingenommen werden?

Valproinsäure kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden, aber es wird empfohlen, die Einnahme zur gleichen Tageszeit durchzuführen, um eine konstante Wirkung zu gewährleisten.

Verursacht Valproinsäure Schlafstörungen?

Valproinsäure kann bei manchen Patienten Schläfrigkeit verursachen und das Einschlafen erleichtern. Allerdings sind auch Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit oder Alpträume als Nebenwirkungen möglich.

Kann Valproinsäure zu Gewichtszunahme führen?

Ja, Gewichtszunahme kann eine häufige Nebenwirkung von Valproinsäure sein. Es wird empfohlen, die Körpermasse regelmäßig zu überwachen und bei Bedarf geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Welche Wechselwirkungen können bei der Einnahme von Valproinsäure auftreten?

Valproinsäure kann mit verschiedenen Medikamenten, darunter Antibiotika, Antidepressiva und Antikonvulsiva, Wechselwirkungen haben. Es ist wichtig, alle eingenommenen Medikamente mit dem behandelnden Arzt zu besprechen.