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Sensipar: Ein Überblick


Steckbrief

  • Molekulare Masse: 416.614 g·mol1
  • Mittlere Halbwertszeit: ca. 6 Stunden
  • Wirkstoff: Cinacalcethydrochlorid

Anwendung von Sensipar

Sensipar wird zur Behandlung von sekundärem Hyperparathyreoidismus bei Patienten mit chronischem Nierenversagen eingesetzt. Es reguliert den Kalziumspiegel im Blut, indem es die Parathyreoidea aktiviert.

Anwendungsart von Sensipar

Sensipar ist in Tablettenform erhältlich und sollte oral mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Die Dosierung wird vom Arzt individuell angepasst, abhängig von den Laborergebnissen und dem Gesundheitszustand des Patienten.

Wirkmechanismus von Sensipar

Sensipar wirkt, indem es an den Calcium-Sensing-Rezeptor auf den R-Zellen der Nebenschilddrüse bindet. Dadurch wird die Sekretion von Parathormon inhibiert und der Calciumspiegel im Blut gesenkt.

Dosierung von Sensipar

Die empfohlene Anfangsdosis von Sensipar beträgt 30 mg täglich, die schrittweise unter ärztlicher Aufsicht auf die individuell benötigte Dosis erhöht werden kann. Die maximale Tagesdosis sollte 180 mg nicht überschreiten.

Pharmakokinetik von Sensipar

Sensipar wird nach der Einnahme schnell im Magen-Darm-Trakt absorbiert und erreicht innerhalb von 2 bis 6 Stunden nach der Einnahme seine maximale Konzentration im Blut. Die Halbwertszeit beträgt etwa 30 bis 40 Stunden.

Nebenwirkungen von Sensipar

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Sensipar gehören Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen und Schwindel. In seltenen Fällen können auch ernsthaftere Nebenwirkungen wie Hypokalzämie oder allergische Reaktionen auftreten.

Abhängigkeitspotenzial von Sensipar

Sensipar birgt kein Potenzial zur Abhängigkeit oder Missbrauch, da es sich um kein opioides Medikament handelt. Die Einnahme sollte jedoch regelmäßig und gemäß den ärztlichen Anweisungen erfolgen.

Hinweise bei der Verwendung von Sensipar

Es ist wichtig, Sensipar genau nach ärztlicher Anweisung einzunehmen und regelmäßige Bluttests durchführen zu lassen, um den Calcium- und Parathormonspiegel zu überwachen. Patienten mit Leber- oder Nierenproblemen sollten vor der Einnahme ihren Arzt konsultieren.

Risiken bei der Verwendung von Sensipar

Trotz seiner Wirksamkeit können bei der Verwendung von Sensipar bestimmte Risiken auftreten, darunter das Risiko von Hypokalzämie, gastrointestinalen Beschwerden und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Eine gründliche ärztliche Beratung ist daher unerlässlich.

Alternativen zu Sensipar

Für die Behandlung von sekundärem Hyperparathyreoidismus gibt es alternative Medikamente wie Paricalcitol oder Calcitriol, die ebenfalls zur Regulation des Kalziumspiegels eingesetzt werden können. Nicht-medikamentöse Therapien wie eine calciumreiche Ernährung sind ebenfalls Teil der Behandlungsmöglichkeiten.


Häufig gestellte Fragen

Wie schnell setzt die Wirkung von Sensipar ein?

Die Wirkung von Sensipar kann innerhalb von Stunden nach der Einnahme spürbar sein, besonders in Bezug auf den Verlauf des Calcium- und Parathormonspiegels im Blut.

Gibt es spezielle Ernährungsempfehlungen bei der Einnahme von Sensipar?

Es wird empfohlen, eine gesunde, calciumreiche Ernährung zu befolgen, um den Kalziumbedarf des Körpers zu decken. Der Verzehr von Milchprodukten und grünem Blattgemüse kann dabei hilfreich sein.

Kann Sensipar Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten verursachen?

Es ist wichtig, dem Arzt alle Medikamente mitzuteilen, die aktuell eingenommen werden, da Wechselwirkungen mit Sensipar auftreten können. Insbesondere bestimmte Antibiotika oder Antiepileptika können die Wirkung von Sensipar beeinträchtigen.

Wie lange sollte Sensipar eingenommen werden?

Die Dauer der Einnahme von Sensipar wird vom behandelnden Arzt festgelegt und hängt von der individuellen Situation des Patienten ab. Es ist wichtig, die Therapie regelmäßig zu überprüfen und anzupassen.

Können Schwangere oder stillende Frauen Sensipar einnehmen?

Sensipar sollte bei Schwangeren oder stillenden Frauen nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden, da es potenzielle Risiken für das ungeborene Kind oder das gestillte Baby geben kann.