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Polymyxin B: Ein Überblick


Steckbrief

  • Molekulare Masse: 1186.57 g·mol1
  • Mittlere Halbwertszeit: ca. 5.0 Stunden
  • Wirkstoff: Polymyxin B

Anwendung von Polymyxin B

Polymyxin B wird zur Behandlung von schweren bakteriellen Infektionen eingesetzt, insbesondere bei nosokomialen Infektionen, die durch multiresistente Erreger verursacht werden. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie bei Infektionen des zentralen Nervensystems, Harnwegsinfektionen und Sepsis.

Anwendungsart von Polymyxin B

Polymyxin B wird in Form von Injektionen verabreicht, da es nicht oral eingenommen werden kann. Die Dosierung und die Behandlungsdauer hängen von der Art der Infektion, dem Alter und dem Gewicht des Patienten sowie dem Allgemeinzustand ab.

Wirkmechanismus von Polymyxin B

Polymyxin B ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Polymyxine, das die Zellmembran von Bakterien angreift und sie abtötet. Es ist besonders wirksam gegen Gram-negative Bakterien wie Pseudomonas aeruginosa.

Dosierung von Polymyxin B

Die Dosierung von Polymyxin B erfolgt individuell und richtet sich nach der Schwere der Infektion. In der Regel wird es alle 8 bis 12 Stunden intravenös verabreicht. Die Dosierung wird entsprechend der Nierenfunktion angepasst, da Polymyxin B über die Nieren ausgeschieden wird.

Pharmakokinetik von Polymyxin B

Nach der Injektion wird Polymyxin B schnell im Körper verteilt und erreicht hohe Konzentrationen im Gewebe. Die Halbwertszeit beträgt etwa 5 Stunden, kann aber bei Patienten mit Nierenproblemen verlängert sein.

Nebenwirkungen von Polymyxin B

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Polymyxin B gehören Nierenfunktionsstörungen, Neurotoxizität, und Reizungen an der Injektionsstelle. Es kann auch zu allergischen Reaktionen oder Überempfindlichkeitsreaktionen kommen.

Abhängigkeitspotenzial von Polymyxin B

Polymyxin B hat kein Abhängigkeitspotenzial, da es ein Antibiotikum ist, das zur Behandlung von Infektionen eingesetzt wird.

Hinweise bei der Verwendung von Polymyxin B

Polymyxin B sollte nur unter strenger ärztlicher Aufsicht angewendet werden, da es bestimmte Risiken und Nebenwirkungen hat. Eine regelmäßige Überwachung der Nierenfunktion ist ebenfalls wichtig, um etwaige Schäden frühzeitig zu erkennen.

Risiken bei der Verwendung von Polymyxin B

Trotz seiner Wirksamkeit können bei der Anwendung von Polymyxin B bestimmte Risiken auftreten, wie Nierenfunktionsstörungen, Neurotoxizität und Überempfindlichkeitsreaktionen. Die Nutzen-Risiko-Abwägung sollte daher sorgfältig erfolgen.

Alternativen zu Polymyxin B

Es gibt verschiedene alternative Antibiotika, die bei bakteriellen Infektionen eingesetzt werden können, je nach Art und Erreger. Eine genaue Diagnose und Absprache mit dem behandelnden Arzt sind entscheidend.


Häufig gestellte Fragen

Wie schnell wirkt Polymyxin B bei einer Infektion?

Die Wirkung von Polymyxin B bei einer Infektion setzt in der Regel innerhalb von 1 bis 2 Stunden nach der Verabreichung ein, wobei die volle Wirkung innerhalb von 24 bis 48 Stunden erwartet werden kann.

Ist Polymyxin B auch für die Behandlung von Hautinfektionen geeignet?

Polymyxin B wird in der Regel nicht zur Behandlung von Hautinfektionen eingesetzt, da es sich vorwiegend bei schweren systemischen Infektionen bewährt hat. Für Hautinfektionen stehen andere Antibiotika zur Verfügung.

Können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten, wenn Polymyxin B verwendet wird?

Ja, es können Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten auftreten, insbesondere mit anderen nephrotoxischen Medikamenten. Es ist wichtig, dem behandelnden Arzt alle eingenommenen Medikamente mitzuteilen, um Wechselwirkungen zu vermeiden.

Kann Polymyxin B auch bei Kindern angewendet werden?

Ja, Polymyxin B kann auch bei Kindern angewendet werden, jedoch in angepassten Dosierungen und unter besonderer Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse und Risiken.

Gibt es spezielle Vorsichtsmaßnahmen, die bei der Verwendung von Polymyxin B beachtet werden sollten?

Ja, bei der Anwendung von Polymyxin B sollten insbesondere die Nierenfunktion regelmäßig überwacht werden, da Nierenprobleme zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören. Es ist auch wichtig, die komplette Behandlungsdauer einzuhalten, um die Entstehung von Resistenzen zu vermeiden.