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Guanfacin: Ein Überblick


Steckbrief

  • Molekulare Masse: 146,14 g·mol1
  • Mittlere Halbwertszeit: ca. 1020 Stunden
  • Wirkstoff: Guanfacinhydrochlorid

Anwendung von Guanfacin

Guanfacin wird hauptsächlich zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern und Erwachsenen eingesetzt. Es kann auch zur Behandlung von Bluthochdruck verwendet werden.

Anwendungsart von Guanfacin

Guanfacin ist in Form von Tabletten erhältlich, die je nach Bedarf einmal täglich eingenommen werden. Die Dosis wird in der Regel langsam gesteigert, um die Wirksamkeit zu maximieren und Nebenwirkungen zu minimieren.

Wirkmechanismus von Guanfacin

Guanfacin wirkt, indem es bestimmte Rezeptoren im Gehirn beeinflusst, was zu einer Verringerung der Hyperaktivität und Impulsivität führt. Es hilft auch, die Konzentration und Aufmerksamkeit zu verbessern, indem es die Übertragung von Signalen im Gehirn reguliert.

Dosierung von Guanfacin

Die Dosierung von Guanfacin hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Alter, dem Körpergewicht und dem Schweregrad der Symptome ab. Die übliche Anfangsdosis beträgt 1 mg einmal täglich, die je nach Bedarf erhöht werden kann.

Pharmakokinetik von Guanfacin

Nach der Einnahme wird Guanfacin schnell im Magen-Darm-Trakt resorbiert und erreicht innerhalb von 1-3 Stunden nach der Einnahme seine maximale Konzentration im Blut. Die Halbwertszeit beträgt etwa 10-20 Stunden, was eine einmal tägliche Einnahme ermöglicht.

Nebenwirkungen von Guanfacin

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Guanfacin gehören Schläfrigkeit, Benommenheit, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit und Verstopfung. In seltenen Fällen können auch Blutdruckabfälle, Schwindel oder allergische Reaktionen auftreten.

Abhängigkeitspotenzial von Guanfacin

Guanfacin hat kein Suchtpotenzial und wird daher in der Regel gut vertragen. Es kann jedoch bei plötzlichem Absetzen zu Entzugssymptomen wie Rebound-Hypertension oder Rebound-Symptomen kommen, weshalb die Dosierung langsam reduziert werden sollte.

Hinweise bei der Verwendung von Guanfacin

Guanfacin sollte nicht gleichzeitig mit Alkohol oder anderen blutdrucksenkenden Medikamenten eingenommen werden, da dies zu einem zu starken Blutdruckabfall führen kann. Ältere Patienten oder Personen mit Leber- oder Nierenproblemen sollten vor der Einnahme einen Arzt konsultieren.

Risiken bei der Verwendung von Guanfacin

Trotz seiner Wirksamkeit kann Guanfacin bestimmte Risiken wie Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben. Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle und Anpassung der Dosierung sind daher empfehlenswert.

Alternativen zu Guanfacin

Alternativen zu Guanfacin bei der Behandlung von ADHS können andere Medikamente wie Methylphenidat, Atomoxetin oder Verhaltenstherapien sein. Die Auswahl der Behandlung hängt von individuellen Faktoren und Präferenzen ab.


Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert es normalerweise, bis Guanfacin seine volle Wirkung entfaltet?

Guanfacin kann einige Wochen dauern, bis seine volle Wirkung bei der Behandlung von ADHS erreicht wird. Es ist wichtig, die Einnahme regelmäßig fortzusetzen, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Kann Guanfacin zu Gewichtszunahme führen?

Ja, Gewichtszunahme kann eine mögliche Nebenwirkung von Guanfacin sein. Es ist wichtig, Gewichtsveränderungen während der Behandlung zu überwachen und gegebenenfalls mit einem Arzt zu besprechen.

Kann Guanfacin auch bei Erwachsenen zur Behandlung von ADHS eingesetzt werden?

Ja, Guanfacin ist auch für die Behandlung von ADHS bei Erwachsenen zugelassen. Es kann eine wirksame Option sein, um Symptome wie Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität zu kontrollieren.

Kann Guanfacin mit anderen Medikamenten gegen ADHS kombiniert werden?

Ja, Guanfacin kann in einigen Fällen mit anderen Medikamenten gegen ADHS kombiniert werden, um die Symptome effektiver zu kontrollieren. Die Kombination sollte jedoch unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Kann Guanfacin plötzlich abgesetzt werden oder sollte die Dosierung langsam reduziert werden?

Es wird empfohlen, die Dosierung von Guanfacin langsam zu reduzieren, um das Risiko von Entzugssymptomen zu minimieren. Plötzliches Absetzen kann zu unerwünschten Reaktionen führen und sollte vermieden werden.