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Falithrom: Ein Überblick


Steckbrief

  • Wirkstoff: Phenprocoumon
  • Anwendungsgebiete: Thromboseprophylaxe, Behandlung von Blutgerinnseln
  • Wirkungsweise: Hemmt die Bildung von Gerinnseln
  • Darreichungsform: Tabletten

Anwendung von Falithrom

Falithrom wird zur Prophylaxe und Behandlung von thromboembolischen Erkrankungen eingesetzt. Dazu gehören tiefe Beinvenenthrombosen, Lungenembolien und Schlaganfälle. Es wird auch nach Herzklappenoperationen angewendet.

Anwendungsart von Falithrom

Falithrom wird in Form von Tabletten eingenommen. Die Dosierung wird individuell auf den Patienten angepasst, basierend auf dem INR-Wert, der die Blutgerinnung widerspiegelt. Regelmäßige Bluttests sind erforderlich, um die Dosierung anzupassen.

Wirkmechanismus von Falithrom

Der Wirkstoff Phenprocoumon in Falithrom hemmt die Bildung von Gerinnseln, indem er die Produktion von Gerinnungsfaktoren im Blut reduziert. Dies hilft, das Risiko von Blutgerinnseln zu verringern und die Bildung neuer Gerinnsel zu verhindern.

Dosierung von Falithrom

Die Dosierung von Falithrom richtet sich nach dem INR-Wert des Patienten, der im therapeutischen Bereich von 2,0 bis 3,0 liegen sollte. Die übliche Anfangsdosis beträgt 2 bis 4 mg pro Tag. Die Dosis wird dann entsprechend den Bluttests angepasst.

Pharmakokinetik von Falithrom

Nach der Einnahme wird Falithrom schnell im Magen-Darm-Trakt resorbiert und erreicht innerhalb weniger Stunden seine maximale Wirkung. Die Halbwertszeit beträgt etwa 150 Stunden, was eine Langzeitwirkung ermöglicht.

Nebenwirkungen von Falithrom

Zu den möglichen Nebenwirkungen von Falithrom gehören Blutungen, Hautausschläge, Übelkeit und Kopfschmerzen. Bei auftretenden Nebenwirkungen sollte ein Arzt konsultiert werden. In seltenen Fällen kann es zu schwerwiegenden Blutungen kommen.

Abhängigkeitspotenzial von Falithrom

Falithrom hat kein Abhängigkeitspotenzial, da es kein Suchtmittel ist. Es ist jedoch wichtig, die Einnahme nicht ohne ärztliche Aufsicht zu beenden, da dies zu einem erhöhten Risiko von Blutgerinnseln führen kann.

Hinweise bei der Verwendung von Falithrom

Während der Einnahme von Falithrom sollten Patienten auf Blutungsanzeichen achten, wie unerklärliche Blutergüsse oder Nasenbluten. Es ist wichtig, regelmäßige Blutuntersuchungen durchzuführen, um den INR-Wert zu überwachen.

Risiken bei der Verwendung von Falithrom

Obwohl Falithrom wirksam ist, birgt es das Risiko von Blutungen, insbesondere bei Überdosierung. Daher ist eine genaue Dosierung und Überwachung durch einen Arzt unerlässlich, um mögliche Komplikationen zu vermeiden.

Alternativen zu Falithrom

Für Patienten, die Falithrom nicht vertragen oder kontraindiziert ist, gibt es alternative Antikoagulantien wie Heparin oder neue orale Antikoagulanzien (NOAKs), die ebenfalls die Blutgerinnung hemmen und zur Thromboseprophylaxe eingesetzt werden können.


Häufig gestellte Fragen

Wie oft müssen während der Einnahme von Falithrom Bluttests durchgeführt werden?

Bluttests zur Überwachung des INR-Werts sollten regelmäßig durchgeführt werden, in der Anfangsphase oft wöchentlich und dann je nach Stabilität des INR-Werts weniger häufig.

Können bestimmte Lebensmittel die Wirkung von Falithrom beeinflussen?

Ja, es gibt Lebensmittel wie grünes Gemüse, die den Vitamin-K-Spiegel im Körper verändern und somit den INR-Wert beeinflussen können. Es ist wichtig, darauf zu achten und die Ernährung entsprechend anzupassen.

Was ist zu tun, wenn eine Dosis von Falithrom vergessen wurde?

Wenn eine Dosis vergessen wurde, sollte sie so bald wie möglich eingenommen werden, es sei denn, es ist fast Zeit für die nächste Dosis. Es ist wichtig, die Einnahme nicht zu verdoppeln, um eine Überdosierung zu vermeiden.

Wie lange sollte Falithrom eingenommen werden?

Die Dauer der Einnahme von Falithrom hängt von der individuellen Situation des Patienten ab. In der Regel wird es lebenslang zur Thromboseprophylaxe eingenommen, aber die Behandlungsdauer sollte mit dem Arzt besprochen werden.

Welche Maßnahmen können ergriffen werden, um das Risiko von Blutungen bei der Einnahme von Falithrom zu minimieren?

Um das Risiko von Blutungen zu minimieren, sollten Patienten die Dosierung genau einhalten, regelmäßige Blutuntersuchungen durchführen lassen und auf Anzeichen von Blutungen achten. Jegliche ungewöhnliche Symptome sollten sofort einem Arzt gemeldet werden.