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Erythritol: Ein Überblick


Steckbrief

  • Molekulare Masse: 122.12 g·mol1
  • Süßkraft: ca. 70% im Vergleich zu Zucker
  • Kalorien: 0 kcal pro Gramm
  • Wirkstoffklasse: Zuckeralkohol

Anwendung von Erythritol

Erythritol wird häufig als natürlicher Zuckerersatzstoff verwendet. Aufgrund seiner geringen Kalorienanzahl und seinem Einfluss auf den Blutzuckerspiegel eignet es sich gut für Diabetiker und Menschen, die ihre Zuckeraufnahme reduzieren möchten.

Anwendungsart von Erythritol

Erythritol ist in Form von Pulver oder Granulat erhältlich und kann wie Zucker zum Backen, Kochen oder Süßen von Getränken verwendet werden. Es löst sich gut auf und hinterlässt keinen unangenehmen Nachgeschmack wie manch andere Zuckeralkohole.

Wirkmechanismus von Erythritol

Erythritol wird vom Körper nur teilweise aufgenommen und weitgehend unverändert über den Urin ausgeschieden. Dadurch hat es keinen signifikanten Einfluss auf den Blutzuckerspiegel oder Insulinspiegel und eignet sich als Alternative für Menschen mit Diabetes.

Dosierung von Erythritol

Die Dosierung von Erythritol variiert je nach Anwendungszweck. Als Zuckerersatz kann es in gleicher Menge wie Zucker verwendet werden, da es eine vergleichbare Süßkraft besitzt. Es wird empfohlen, die individuelle Verträglichkeit zu testen, da bei übermäßigem Verzehr leichte Magenprobleme auftreten können.

Pharmakokinetik von Erythritol

Erythritol wird im Dünndarm teilweise aufgenommen und der Rest unverändert über den Stuhl ausgeschieden. Aufgrund seiner begrenzten Resorption hat es nur geringe Auswirkungen auf den Stoffwechsel und den Blutzuckerspiegel.

Nebenwirkungen von Erythritol

Erythritol wird im Allgemeinen gut vertragen und hat im Vergleich zu anderen Zuckeralkoholen ein geringeres Risiko für Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Durchfall. In seltenen Fällen können jedoch individuelle Unverträglichkeiten auftreten.


Häufig gestellte Fragen

1. Ist Erythritol für Menschen mit einer Fruktoseintoleranz geeignet?

Ja, Erythritol kann für Menschen mit einer Fruktoseintoleranz geeignet sein, da es im Gegensatz zu anderen Zuckeraustauschstoffen wie Sorbit oder Xylit nur minimal von unserem Körper verstoffwechselt wird.

2. Können Kinder Erythritol bedenkenlos konsumieren?

Ja, Erythritol ist für Kinder sicher in Maßen konsumierbar. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Dosierung entsprechend dem Körpergewicht des Kindes erfolgt und keine Überdosierung stattfindet.

3. Hat Erythritol negative Auswirkungen auf die Zahngesundheit?

Im Gegensatz zu Zucker fördert Erythritol nicht die Entstehung von Karies, da es von den Bakterien in unserem Mund nur schlecht fermentiert werden kann. Es kann daher eine zahnschonende Alternative zu Zucker darstellen.

4. Kann Erythritol bei einer ketogenen Diät verwendet werden?

Ja, Erythritol ist aufgrund seiner niedrigen Kalorienanzahl und seinem geringen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel ein geeigneter Zuckerersatzstoff für eine ketogene Diät.

5. Verursacht Erythritol Blutzuckerschwankungen?

Erythritol führt im Allgemeinen nicht zu Blutzuckerschwankungen, da es vom Körper nur teilweise aufgenommen wird und einen minimalen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat. Es eignet sich daher gut für Diabetiker und Menschen, die auf ihren Blutzuckerspiegel achten müssen.