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Erenumab: Ein Überblick


Steckbrief

  • Molekulare Masse: 147 kDa
  • Mittlere Halbwertszeit: ca. 28 Tage
  • Wirkstoff: Erenumabaooe

Anwendung von Erenumab

Erenumab wird zur Vorbeugung von Migräne bei Erwachsenen eingesetzt. Es gehört zur Gruppe der monoklonalen Antikörper und wirkt, indem es das Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) blockiert, das an der Entstehung von Migräne beteiligt ist.

Anwendungsart von Erenumab

Erenumab wird als Injektion unter die Haut einmal monatlich verabreicht. Es sollte von einem Arzt oder einer medizinischen Fachkraft verabreicht werden, um sicherzustellen, dass die Injektion korrekt durchgeführt wird.

Wirkmechanismus von Erenumab

Erenumab blockiert selektiv den CGRP-Rezeptor, der an der Regulation von Schmerz übertragenen Signalen beteiligt ist. Durch die Blockade dieses Rezeptors kann die Häufigkeit und Schwere von Migräneattacken reduziert werden.

Dosierung von Erenumab

Die empfohlene Dosierung von Erenumab beträgt 70 mg einmal monatlich, kann aber auf 140 mg erhöht werden, abhängig von der individuellen Reaktion des Patienten. Es ist wichtig, die Injektion regelmäßig zur Vorbeugung von Migräneattacken durchzuführen.

Pharmakokinetik von Erenumab

Aufgrund seiner langen Halbwertszeit von etwa 28 Tagen ermöglicht Erenumab eine monatliche Verabreichung. Es wird langsam resorbiert und erreicht innerhalb von 4-6 Tagen nach der Injektion seinen maximalen Plasmaspiegel.

Nebenwirkungen von Erenumab

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Erenumab gehören Reaktionen an der Injektionsstelle, Verstopfung und Muskelkrämpfe. In seltenen Fällen können allergische Reaktionen oder Infektionen auftreten. Es ist wichtig, Nebenwirkungen Ihrem Arzt mitzuteilen.

Abhängigkeitspotenzial von Erenumab

Da Erenumab kein Opioid ist, birgt es kein Abhängigkeitspotenzial. Es sollte jedoch regelmäßig nach ärztlicher Anweisung verabreicht werden, um die Wirksamkeit bei der Migräneprävention aufrechtzuerhalten.

Hinweise bei der Verwendung von Erenumab

Schwangere und stillende Frauen sowie Personen mit schweren Leber- oder Nierenproblemen sollten vor der Anwendung von Erenumab ihren Arzt konsultieren. Es liegen nur begrenzte Daten zur Anwendung bei diesen Patientengruppen vor.

Risiken bei der Verwendung von Erenumab

Trotz seiner Wirksamkeit bei der Migräneprävention können bei der Verwendung von Erenumab bestimmte Risiken auftreten, darunter allergische Reaktionen, Infektionen oder Reaktionen an der Injektionsstelle. Eine sorgfältige Überwachung ist wichtig.

Alternativen zu Erenumab

Für Patienten, die keine ausreichende Linderung von Migräneattacken mit Erenumab erfahren, können alternative präventive Therapien wie Betablocker, Antikonvulsiva oder trizyklische Antidepressiva in Betracht gezogen werden.


Häufig gestellte Fragen

Wie oft muss Erenumab verabreicht werden, um seine Wirksamkeit bei der Migräneprävention aufrechtzuerhalten?

Erenumab sollte einmal monatlich verabreicht werden, um die volle Wirksamkeit bei der Vorbeugung von Migräneattacken aufrechtzuerhalten.

Sind Kinder zur Verabreichung von Erenumab zugelassen?

Die Zulassung von Erenumab zur Migränetherapie gilt derzeit nur für Erwachsene. Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern wurde noch nicht ausreichend untersucht.

Kann Erenumab zusammen mit anderen Migränemedikamenten eingenommen werden?

Es gibt keine bekannten Wechselwirkungen zwischen Erenumab und anderen Migränemedikamenten. Es ist jedoch wichtig, alle Medikamente mit Ihrem Arzt zu besprechen, um mögliche Interaktionen zu vermeiden.

Was sollte ich tun, wenn ich eine Erenumab-Injektion verpasse?

Falls Sie eine geplante Erenumab-Injektion verpasst haben, besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt. Möglicherweise müssen Sie den Zeitpunkt der nächsten Injektion anpassen.

Kann Erenumab nach einer gewissen Zeit an Wirksamkeit verlieren?

Es wurde bisher kein signifikanter Verlust an Wirksamkeit von Erenumab nach längerer Anwendungsdauer beobachtet. Dennoch sollte die Behandlung regelmäßig mit Ihrem Arzt überprüft werden.