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Dimercaptopropansulfonat: Ein Überblick


Steckbrief

  • Molekulare Masse: 182.27 g·mol1
  • Mittlere Halbwertszeit: ca. 2.5 Stunden
  • Wirkstoff: Dimercaptopropansulfonat

Anwendung von Dimercaptopropansulfonat

Dimercaptopropansulfonat wird zur Behandlung von Schwermetallvergiftungen wie Blei-, Quecksilber- und Arsentoxizitäten eingesetzt. Es bindet an Schwermetallionen und fördert deren Ausscheidung aus dem Körper.

Anwendungsart von Dimercaptopropansulfonat

Dimercaptopropansulfonat wird in der Regel intravenös verabreicht, kann aber auch oral eingenommen oder intramuskulär injiziert werden. Die Dosis und Anwendungsart hängen von der Art und Schwere der Schwermetallvergiftung ab.

Wirkmechanismus von Dimercaptopropansulfonat

Dimercaptopropansulfonat wirkt, indem es eine chelatbildende Verbindung mit Schwermetallen bildet, die dann über die Nieren ausgeschieden werden. Durch die Bindung an Schwermetalle im Körper hilft es, die Giftstoffe zu neutralisieren und deren negative Auswirkungen zu reduzieren.

Dosierung von Dimercaptopropansulfonat

Die Dosierung von Dimercaptopropansulfonat variiert je nach Art der Schwermetallvergiftung und dem Alter des Patienten. Für Quecksilbervergiftungen beträgt die übliche Dosis etwa 5 mg/kg Körpergewicht alle 4 Stunden für 5 Tage.

Pharmakokinetik von Dimercaptopropansulfonat

Dimercaptopropansulfonat wird schnell im Körper absorbiert und erreicht eine maximale Konzentration innerhalb von etwa 30 Minuten nach der Verabreichung. Die Halbwertszeit beträgt ungefähr 2.5 Stunden, was zu einer schnellen Ausscheidung der gebundenen Schwermetalle führt.

Nebenwirkungen von Dimercaptopropansulfonat

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Dimercaptopropansulfonat gehören Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Kopfschmerzen. In einigen Fällen können auch allergische Reaktionen oder Veränderungen im Blutbild auftreten.

Abhängigkeitspotenzial von Dimercaptopropansulfonat

Dimercaptopropansulfonat ist in der Regel sicher und hat ein geringes Potenzial zur Abhängigkeit. Es sollte jedoch nur unter ärztlicher Aufsicht und entsprechender Indikation angewendet werden, um eine angemessene Behandlung zu gewährleisten.


Häufig gestellte Fragen

Wie schnell wirkt Dimercaptopropansulfonat bei einer Schwermetallvergiftung?

Die Wirkung von Dimercaptopropansulfonat setzt in der Regel innerhalb von 30 bis 60 Minuten nach der Verabreichung ein, wobei die volle Wirkung innerhalb von wenigen Stunden erreicht wird.

Gibt es spezifische Richtlinien für die Anwendung von Dimercaptopropansulfonat bei Kindern?

Für die Anwendung bei Kindern gelten spezielle Dosierungsrichtlinien, die je nach Alter, Gewicht und Art der Schwermetallvergiftung angepasst werden müssen. Eine genaue ärztliche Anweisung ist erforderlich.

Kann Dimercaptopropansulfonat zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten führen?

Dimercaptopropansulfonat kann mit bestimmten Medikamenten wie Antibiotika oder Antikoagulanzien Wechselwirkungen haben. Es ist wichtig, alle eingenommenen Medikamente mit dem behandelnden Arzt zu besprechen, um potenzielle Interaktionen zu vermeiden.

Wie lange dauert die Behandlung mit Dimercaptopropansulfonat in der Regel?

Die Behandlungsdauer mit Dimercaptopropansulfonat variiert je nach Art und Schwere der Schwermetallvergiftung. In der Regel dauert eine Behandlung etwa 5 bis 7 Tage, kann aber je nach Bedarf verlängert werden.

Gibt es alternative Behandlungsmöglichkeiten für Schwermetallvergiftungen neben Dimercaptopropansulfonat?

Neben Dimercaptopropansulfonat gibt es alternative Chelatbildner wie Dimercaptopropanol (BAL) oder EDTA, die ebenfalls zur Behandlung von Schwermetallvergiftungen eingesetzt werden können. Eine genaue ärztliche Untersuchung ist entscheidend für die Wahl des geeigneten Chelatbildners.