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Dimercaprol: Ein Überblick


Steckbrief

  • Molekulare Masse: 124.18 g·mol1
  • Mittlere Halbwertszeit: ca. 24 Stunden
  • Wirkstoff: Dimercaprol (BAL)

Anwendung von Dimercaprol

Dimercaprol wird zur Behandlung von schweren Metallvergiftungen, insbesondere durch Arsen, Quecksilber oder Blei, eingesetzt. Es kann auch zur Therapie von akuter Vergiftung durch Chemikalien wie Phosphor verwendet werden.

Anwendungsart von Dimercaprol

Dimercaprol wird in der Regel intramuskulär verabreicht, um eine schnelle Aufnahme in den Blutkreislauf sicherzustellen. Die Dosierung und die Anwendungsdauer variieren je nach Vergiftungsgrad und individuellem Zustand des Patienten.

Wirkmechanismus von Dimercaprol

Dimercaprol bindet an Schwermetalle und bildet chelatbildende Komplexe, die dann über den Urin ausgeschieden werden. Dadurch werden die toxischen Metalle aus dem Körper entfernt und die Vergiftungssymptome gelindert.

Dosierung von Dimercaprol

Die Dosierung von Dimercaprol richtet sich nach der Art und Schwere der Vergiftung. In den meisten Fällen wird es alle 4 Stunden in einer Dosierung von 3-5 mg/kg Körpergewicht verabreicht. Die Gesamtdosis sollte 10 mg/kg Körpergewicht pro Tag nicht überschreiten.

Pharmakokinetik von Dimercaprol

Dimercaprol wird schnell resorbiert und erreicht innerhalb kurzer Zeit hohe Konzentrationen im Blutkreislauf. Die Halbwertszeit beträgt etwa 2-4 Stunden, abhängig von der individuellen Stoffwechselrate.

Nebenwirkungen von Dimercaprol

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Dimercaprol gehören Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Schwindel. In seltenen Fällen können jedoch auch schwerwiegendere Nebenwirkungen wie Blutdruckabfall oder allergische Reaktionen auftreten.

Abhängigkeitspotenzial von Dimercaprol

Dimercaprol hat kein Abhängigkeitspotenzial, da es nur zur Notfallbehandlung von akuten Vergiftungen eingesetzt wird und keine langfristige Anwendung vorgesehen ist.

Hinweise bei der Verwendung von Dimercaprol

Dimercaprol sollte nur unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden, da es spezielle Anweisungen zur Dosierung und Anwendung erfordert. Schwangere Frauen sollten Dimercaprol nicht einnehmen, es sei denn, es liegt eine lebensbedrohliche Vergiftung vor.

Risiken bei der Verwendung von Dimercaprol

Obwohl Dimercaprol bei akuten metallischen Vergiftungen lebensrettend sein kann, birgt es bestimmte Risiken wie Nebenwirkungen und allergische Reaktionen. Eine genaue Diagnose und Überwachung des Patienten sind unerlässlich.

Alternativen zu Dimercaprol

Im Falle von Metallvergiftungen können auch andere Chelatbildner wie EDTA oder DMSA eingesetzt werden. Die Wahl des Antidot hängt von der Art der Vergiftung und dem Gesundheitszustand des Patienten ab.


Häufig gestellte Fragen

Wie schnell wirkt Dimercaprol bei einer akuten Metallvergiftung?

Dimercaprol wirkt schnell und kann innerhalb von Minuten bis Stunden nach der Verabreichung eine Besserung der Symptome bewirken, abhängig von der Schwere der Vergiftung.

Gibt es spezielle Risiken oder Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung von Dimercaprol?

Ja, Dimercaprol kann vorübergehende Nebenwirkungen wie Schwindel oder Blutdruckabfall verursachen. Daher sollte es nur unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden, um mögliche Komplikationen zu minimieren.

Können bestimmte Nahrungsmittel die Wirkung von Dimercaprol beeinflussen?

Es gibt keine spezifischen Nahrungsmittel, die die Wirkung von Dimercaprol beeinträchtigen. Es wird jedoch empfohlen, Alkohol zu vermeiden, da dies die Nebenwirkungen des Medikaments verstärken kann.

Wie wird Dimercaprol bei einer akuten Vergiftung dosiert?

Die Dosierung von Dimercaprol basiert auf dem Körpergewicht des Patienten und der Art der Vergiftung. Eine genaue Dosierung erfolgt in der Regel durch medizinisches Fachpersonal.

Kann Dimercaprol die Leber- oder Nierenfunktion beeinträchtigen?

Dimercaprol kann bei Überdosierung zu Nebenwirkungen auf Leber und Nieren führen. Daher ist eine genaue Dosierung und regelmäßige Überwachung der Organfunktionen während der Behandlung wichtig.