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Diltiazem: Ein Überblick


Steckbrief

  • Molekulare Masse: 450.98 g·mol1
  • Mittlere Halbwertszeit: ca. 3.5 Stunden
  • Q0Wert: 0.32
  • Wirkstoff: Diltiazemhydrochlorid

Anwendung von Diltiazem

Diltiazem wird zur Behandlung von Bluthochdruck, Angina pectoris und bestimmten Herzrhythmusstörungen eingesetzt. Es hilft dabei, die Blutgefäße zu erweitern und die Herzfrequenz zu verlangsamen.

Anwendungsart von Diltiazem

Diltiazem kann in Form von Tabletten, Kapseln oder Infusionen verabreicht werden. Die richtige Anwendungsart richtet sich nach der Art der Erkrankung und den individuellen Bedürfnissen des Patienten.

Wirkmechanismus von Diltiazem

Diltiazem gehört zu den Calciumkanalblockern und wirkt, indem es die Einstrom von Kalziumionen in die Herzmuskelzellen reduziert. Dies führt zu einer Entspannung der Blutgefäße und einer Verringerung der Belastung des Herzens.

Dosierung von Diltiazem

Die Dosierung von Diltiazem hängt von der Art und Schwere der Erkrankung ab. Die übliche Anfangsdosis beträgt 120 bis 240 mg pro Tag, die je nach Bedarf gesteigert werden kann. Die maximale Tagesdosis liegt in der Regel bei 360 mg.

Pharmakokinetik von Diltiazem

Diltiazem wird nach der Einnahme schnell im Magen-Darm-Trakt resorbiert und erreicht innerhalb von 1-2 Stunden nach der Einnahme seinen Höchstspiegel im Blut. Die Halbwertszeit beträgt etwa 3,5 Stunden und kann bei Lebererkrankungen verlängert sein.

Nebenwirkungen von Diltiazem

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Diltiazem gehören Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Verstopfung und Ödeme. In seltenen Fällen können auch schwerwiegendere Nebenwirkungen wie Herzrhythmusstörungen auftreten.

Abhängigkeitspotenzial von Diltiazem

Diltiazem birgt kein Abhängigkeitspotenzial, da es keine suchterzeugenden Wirkungen hat. Es ist jedoch wichtig, die Dosierungsempfehlungen des Arztes genau zu befolgen, um unerwünschte Effekte zu vermeiden.

Hinweise bei der Verwendung von Diltiazem

Diltiazem sollte nicht gleichzeitig mit bestimmten blutdrucksenkenden Medikamenten oder Grapefruitsaft eingenommen werden, da dies zu Wechselwirkungen führen kann. Personen mit Leber- oder Nierenproblemen sollten vor der Anwendung von Diltiazem ärztlichen Rat einholen.

Risiken bei der Verwendung von Diltiazem

Trotz seiner Wirksamkeit kann Diltiazem bestimmte Risiken bergen, darunter das Risiko von Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Überdosierungen. Eine sorgfältige ärztliche Überwachung ist daher unerlässlich.

Alternativen zu Diltiazem

Für Patienten, die Diltiazem nicht vertragen oder bei denen es nicht wirksam ist, gibt es verschiedene alternative Behandlungsmöglichkeiten wie Betablocker, ACE-Hemmer oder Diuretika. Eine individuelle Beratung durch den Arzt ist in solchen Fällen empfehlenswert.


Häufig gestellte Fragen

Wie schnell tritt die Wirkung von Diltiazem ein?

Die Wirkung von Diltiazem tritt in der Regel innerhalb von 1-2 Stunden nach der Einnahme ein, wobei die volle Wirkung nach etwa 2-4 Stunden erreicht wird.

Kann Diltiazem mit anderen Herzmedikamenten kombiniert werden?

Ja, Diltiazem kann mit anderen Herzmedikamenten wie Betablockern oder ACE-Hemmern kombiniert werden, um eine synergistische Wirkung zu erzielen. Die genaue Dosierung und Kombination sollte jedoch mit einem Arzt abgestimmt werden.

Gibt es spezielle Ernährungsempfehlungen bei der Einnahme von Diltiazem?

Es gibt keine spezifischen Ernährungsempfehlungen für die Einnahme von Diltiazem. Es wird jedoch empfohlen, den Konsum von Grapefruitsaft zu vermeiden, da dies die Wirkung des Medikaments beeinträchtigen kann.

Können plötzliches Absetzen von Diltiazem zu Entzugserscheinungen führen?

Ein plötzliches Absetzen von Diltiazem kann zu einem Anstieg des Blutdrucks oder zu Herzrhythmusstörungen führen. Daher sollte die Dosis langsam reduziert werden, unter ärztlicher Aufsicht.

Gibt es Patientengruppen, bei denen Diltiazem nicht empfohlen wird?

Diltiazem sollte bei Patienten mit bestimmten Herzrhythmusstörungen, schwerer Leber- oder Niereninsuffizienz oder einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff vermieden werden. Eine ärztliche Untersuchung vor der Anwendung ist ratsam.