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Dexmedetomidine: Ein Überblick


Steckbrief

  • Molekulare Masse: 200.3 g·mol1
  • Mittlere Halbwertszeit: ca. 22.5 Stunden
  • Q0Wert: 11.2
  • Wirkstoff: Dexmedetomidin

Anwendung von Dexmedetomidine

Dexmedetomidine wird hauptsächlich zur Sedierung von Patienten auf der Intensivstation, während Operationen oder für diagnostische Verfahren verwendet. Es hat auch eine schmerzlindernde Wirkung und kann bei bestimmten schmerzhaften Eingriffen eingesetzt werden.

Anwendungsart von Dexmedetomidine

Dexmedetomidine wird in Form einer Infusion verabreicht, die von medizinischem Fachpersonal kontrolliert wird. Durch die gezielte Dosierung kann die Sedierung des Patienten individuell angepasst werden.

Wirkmechanismus von Dexmedetomidine

Dexmedetomidine wirkt durch Bindung an Alpha-2-Adrenozeptoren im Gehirn, was zu einer Verringerung der Freisetzung von Noradrenalin führt. Dies führt zu einer Sedierung und Analgesie beim Patienten, ohne dabei die Atmung zu beeinträchtigen.

Dosierung von Dexmedetomidine

Die Dosierung von Dexmedetomidine wird basierend auf dem Gewicht des Patienten und dem gewünschten Sedierungsniveau festgelegt. Die übliche Anfangsdosis beträgt 0.2-0.7 mcg/kg/h, die je nach Bedarf angepasst werden kann.

Pharmakokinetik von Dexmedetomidine

Dexmedetomidine wird nach intravenöser Verabreichung schnell im Körper verteilt und hat eine kurze Halbwertszeit von etwa 2-2.5 Stunden. Es wird hauptsächlich über den Urin ausgeschieden.

Nebenwirkungen von Dexmedetomidine

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Dexmedetomidine gehören Hypotonie, Bradykardie, und trockener Mund. In einigen Fällen kann es auch zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Unruhe kommen.

Abhängigkeitspotenzial von Dexmedetomidine

Dexmedetomidine weist im Vergleich zu anderen Sedativa ein geringeres Abhängigkeitspotenzial auf. Es wird jedoch empfohlen, die Behandlung nicht plötzlich abzubrechen, um Entzugserscheinungen zu vermeiden.


Häufig gestellte Fragen

Wie schnell setzt die Wirkung von Dexmedetomidine ein?

Die Sedierungswirkung von Dexmedetomidine setzt in der Regel innerhalb von 5-10 Minuten nach Beginn der Infusion ein, erreicht ihr Maximum innerhalb von 30-60 Minuten und kann bis zu 2 Stunden nach Absetzen der Infusion anhalten.

Kann Dexmedetomidine zu Atemdepression führen?

Dexmedetomidine hat im Vergleich zu anderen Sedativa eine geringere Atemdepressionswirkung. Dennoch sollte die Atmung des Patienten während der Verabreichung überwacht werden, insbesondere bei Patienten mit Atemwegsproblemen.

Gibt es spezielle Kontraindikationen für die Anwendung von Dexmedetomidine?

Dexmedetomidine sollte bei Patienten mit schwerer Bradykardie, AV-Block II oder III, schwerer Hypotonie oder dekompensierter Herzinsuffizienz vermieden werden. Eine sorgfältige Bewertung des Gesundheitszustands des Patienten ist daher vor der Anwendung erforderlich.

Können Wechselwirkungen von Dexmedetomidine mit anderen Medikamenten auftreten?

Ja, Dexmedetomidine kann Wechselwirkungen mit anderen zentral dämpfenden Medikamenten wie Benzodiazepinen oder Opioiden haben. Es ist wichtig, dem behandelnden Arzt alle eingenommenen Medikamente mitzuteilen, um das Risiko von unerwünschten Wechselwirkungen zu minimieren.

Wie wird Dexmedetomidine gelagert und entsorgt?

Dexmedetomidine sollte gemäß den Anweisungen des Herstellers gelagert und entsorgt werden. Es sollte vor Licht geschützt und bei Raumtemperatur aufbewahrt werden. Die Entsorgung erfolgt über entsprechende Sammelstellen für Medikamente.