OfficialMedicineWiki Logo

Bromocriptin: Ein Überblick


Steckbrief

  • Molekulare Masse: 406.47 g·mol1
  • Mittlere Halbwertszeit: ca. 12 Stunden
  • Wirkstoff: Bromocriptinmesilat

Anwendung von Bromocriptin

Bromocriptin wird zur Behandlung von Hyperprolaktinämie, Morbus Parkinson und bestimmten gutartigen Tumoren der Hirnanhangsdrüse eingesetzt. Es kann auch bei unerfülltem Kinderwunsch aufgrund einer erhöhten Prolaktinkonzentration angewendet werden.

Anwendungsart von Bromocriptin

Bromocriptin ist in Form von Tabletten erhältlich, die je nach Indikation und Dosierungsempfehlung des Arztes eingenommen werden. Die Anwendung erfolgt in der Regel einmal täglich mit oder ohne Nahrung.

Wirkmechanismus von Bromocriptin

Bromocriptin wirkt als Dopaminagonist, der die Wirkung von Dopamin im Gehirn nachahmt. Durch die Bindung an Dopaminrezeptoren hemmt es die Freisetzung von Prolaktin und reguliert so den Hormonspiegel im Körper.

Dosierung von Bromocriptin

Die Dosierung von Bromocriptin hängt von der jeweiligen Indikation ab und wird individuell vom Arzt festgelegt. Für die Behandlung von Hyperprolaktinämie beträgt die übliche Anfangsdosis 1,25 bis 2,5 mg einmal täglich, die langsam gesteigert wird.

Pharmakokinetik von Bromocriptin

Bromocriptin wird nach der Einnahme schnell im Magen-Darm-Trakt resorbiert und erreicht innerhalb von 2-3 Stunden nach der Einnahme seine maximale Konzentration im Blut. Die Halbwertszeit beträgt etwa 12 Stunden, was eine einmal tägliche Einnahme ermöglicht.

Nebenwirkungen von Bromocriptin

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Bromocriptin gehören Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit und Magen-Darm-Beschwerden. Langfristig kann es zu Ergussbildungen im Bauchraum oder Lungenfibrosen kommen.

Abhängigkeitspotenzial von Bromocriptin

Bromocriptin birgt kein Abhängigkeitspotenzial, da es nicht das Belohnungszentrum im Gehirn stimuliert. Es sollte jedoch nicht eigenmächtig abgesetzt werden, da dies zu einem erneuten Anstieg der Prolaktinkonzentration führen kann.

Hinweise bei der Verwendung von Bromocriptin

Bromocriptin sollte nicht bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder während der Schwangerschaft angewendet werden. Personen mit Leber oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten vor der Einnahme ihren Arzt konsultieren.

Risiken bei der Verwendung von Bromocriptin

Trotz seiner Wirksamkeit birgt Bromocriptin bestimmte Risiken, wie das Risiko von Herzklappenfibrosen oder das Auftreten von Halluzinationen und psychischen Störungen. Eine regelmäßige ärztliche Überwachung ist daher wichtig.

Alternativen zu Bromocriptin

Es gibt alternative Behandlungsmöglichkeiten für die verschiedenen Indikationen von Bromocriptin, darunter andere Medikamente wie Cabergolin oder Operationen bei tumorbedingten Erkrankungen. Eine individuelle Beratung durch den Arzt ist empfehlenswert.


Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert es normalerweise, bis Bromocriptin eine Wirkung zeigt?

Die Wirkung von Bromocriptin kann je nach Indikation variieren, aber in der Regel wird eine Verbesserung der Symptome innerhalb von einigen Wochen der regelmäßigen Einnahme bemerkbar.

Kann Bromocriptin zu Halluzinationen führen?

Ja, in seltenen Fällen kann Bromocriptin das Risiko von Halluzinationen oder anderen psychischen Störungen erhöhen. Eine genaue Dosierung und regelmäßige ärztliche Überwachung sind daher wichtig.

Welche besonderen Vorsichtsmaßnahmen sind beim Absetzen von Bromocriptin zu beachten?

Bromocriptin sollte nicht plötzlich abgesetzt werden, da dies zu einem Rebound-Effekt führen kann, bei dem die Symptome wieder auftreten. Eine schrittweise Verringerung der Dosis unter ärztlicher Anleitung ist ratsam.

Gibt es Wechselwirkungen von Bromocriptin mit anderen Medikamenten?

Ja, Bromocriptin kann mit verschiedenen Medikamenten Wechselwirkungen haben, besonders mit Psychopharmaka oder blutdrucksenkenden Medikamenten. Daher ist es wichtig, dem Arzt alle eingenommenen Medikamente zu nennen.

Kann Bromocriptin während der Schwangerschaft eingenommen werden?

Bromocriptin sollte während der Schwangerschaft nur nach strenger Indikationsstellung und unter ärztlicher Überwachung eingenommen werden, da es das ungeborene Kind beeinflussen kann. Frauen im gebärfähigen Alter sollten eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.